FC Lokomotive
Hörndlwald-Celtic Salmannsdorf 3:2 (1:1)
Aufstellung: Berger -
Past, Beurle, Klasz - Brabetz, Korinek - Moza (46.
Christ), Schüller (60. Kühberger),
Zellmann - Stacke -Höllrigl (66. Kinsky)
Tore: Moza, Kinsky,
Stacke
Assists: Zellmann, Berger
Verwarnungen: Zellmann (19. gelb),
Stacke (88. gelb)
Zum wiederholten Male kam
es zu dem legendären Schlagerderby zwischen der LOK und Celtic
Salmannsdorf. Trotz der hohen Niederlage gegen den FC Blues in der
letzen Runde herrschte keine Katerstimmung. Die Spieler waren voll
motiviert und wollten beweisen, dass die LOK zu Unrecht auf dem
letzten Tabellenplatz steht.
In den Anfangsminuten
agierte die LOK sehr geschickt. Aus dem Fehler der letzten Partie,
als eine zu offensiv auftretende LOK dem FC Blues ins offene Messer
lief, wurden die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Die Abwehr
stand sehr dicht und relativ tief in der eigenen Hälfte, ohne sich
zu sehr in dieselbe hineindrängen zu lassen. Man wartete ruhig ab,
wie sich das Spiel entwickelte und tastete den Gegner ab, der von
Anfang an auf vollen Touren spielte. In der 5. Minute kam es zum
ersten Freistoß des Spiels für Celtic Salmannsdorf. Aus schrägem
Winkel flog oder vielmehr schwebte der Ball langsam über die Mauer.
Gerhard Berger machte einige Schritt nach vorne, bemerkte zu spät
die Flugbahn des Balles und konnte nicht mehr zurück. So senkte sich
der Ball ins Netz. 1:0. Verdutzte Gesichter auf dem Spielfeld als
auch auf der Ersatzbank. Aber die Spieler gewannen rasch ihre Fassung
wieder. Sie spielten von nun an offensiver und taten mehr fürs
Spiel. Von Minute zu Minute machte sich diese taktische Umstellung
bemerkbar. Die LOK übernahm immer mehr das Spiel, Celtic wurde
nervöser und musste dem hohen Anfangstempo ein wenig Tribut zollen.
In der 34. Minute wurden die Bemühungen der LOK belohnt. Nach einer
schön herausgespielten Aktion prallte der Ball von einem Celtic
Verteidiger ab. Alexander Moza ließ sich nicht lange bitten, nahm
den Ball an, schaute kurz auf und zirkelte den Ball geschickt am
Tormann vorbei. 1:1. Die Salmannsdorfer trachteten daraufhin das
Tempo zu erhöhen und drängten erneut auf das Führungstor. Celtic
versuchte über die Flügel mit hohen Bällen die Hörndlwald Abwehr
zu knacken. Doch obwohl sie einige gute Chancen herausspielten, waren
sie bis auf zwei Stangenschüsse nie brandgefährlich. Ihre
Positionen konsequent einhaltend und taktisch klug eingestellt
hielten die Lokler problemlos dagegen. Das Spiel wogte hin und her,
ohne dass eine Mannschaft sich bis zur Pause entscheidende Vorteile
erspielen konnte.
Nach der Pause wechselte
die LOK das erste Mal. Richard Christ kam für Alexander Moza ins
Spiel. Die LOK erhöhte das Tempo ein wenig und versuchte die müder
werdenden Salmannsdorfer in ihre eigene Hälfte zu drängen. Dadurch
übernahm die LOK immer mehr das Kommado am Platz. Über einen ebenso
sicheren wie souveränen Alexander Past wurden die Bälle über den
schnellen Joe Klasz und Hermann Beurle an das Mittelfeld rasch und
schnörkellos weitergeleitet. Alexander Korinek und Alexander Brabetz
verstanden es sehr gut das Loch zwischen Mittelfeld und Abwehr zu
füllen. An ihnen war heute kein Vorbeikommen. Vor allem Alexander
Brabetz entschärfte den allseits gefürchteten 7-er und
Torwartschreck, Jordan. Florian Zellmann und Benedict Stacke zeigten
ein enormes Laufpensum und trieben das Spiel nach vorne an. Je länger
die zweite Hälfte dauerte, desto schöner und zügiger wurden die
Aktionen. Mit der Einwechslung von Hans-Georg Kinsky in der 66.
Minute bekam das Angriffsspiel der LOK frischen Wind. Kaum im Spiel
fand er seine erste Chance vor, scheiterte aber mit einem guten
Schuss am gut postierten Tormann. Der Nachschuss landete im
Außennetz. In der 84. Minute kam eine wunderschöne Aktion über die
rechte Seite zustande. Florian Zellmann tankte sich rechts durch und
bediente Hans-Georg Kinsky mit einem zielgenauen Pass auf den Fuss.
Der fackelte nicht lange, legte sich den Fall kurz zurecht und schoss
knallhart. 2:1. Der Torjubel war grenzenlos. Eine Traube von
Mitspielern feierte den Torschützen gebührend. Die LOK,
angestachelt durch das Führungstor, wollte mehr. Sie setzten Celtic
weiterhin zu. Minuten später die nächste Chance. Florian Zellmann
bekam den Ball am 16-er und zog durch. Nur die Latte bewahrte Celtic
vor dem 3:1. Celtic gab aber nicht auf und konnte nach einem Konter,
bei dem Gerhard Berger praktisch chancenlos war, in der vorletzten
Spielminute auf 2:2 ausgleichen. Die LOK ließ sich deswegen nicht
aus dem Konzept bringen. Mit aller Kraft stemmte man sich gegen das
Unentschieden. Man wollte sich den Sieg so kanpp vor dem Schlusspfiff
nicht nehmen lassen. Gerhard Berger schoss weit aus. Benedict Stacke,
der unermüdlich seine Runden gedreht hatte, mobilisierte all seine
Kräfte, erkämpfte sich den Ball, überlief zwei Gegenspieler und
schloss die Aktion mit einem unhaltbaren flachen Schuss in die
Torecke ab. 3:2. Die LOK feierten das Endresultat wie einen
Meisterschafstitel.
Fazit: Das
beste und disziplinierteste Spiel der LOK im heurigen Jahr. Im Laufe
des Spiels wurde eine optimale Mischung zwischen Defensive und
Offensive gefunden. Das Loch im Mittelfeld wurde geschlossen, so dass
Celtic wenig Raum in ihren Angriffen gewährt wurde. In offensiver
Hinsicht kam es zu keinen unnötigen Dribblings oder Einzelaktionen.
Die Spieler harmonierten sehr gut miteinander. Der Ball wurde
schnell, teilweise mit Einmalberühren, weitergegeben. Dieses Spiel
zeigte, dass das neue Konzept im Training
„Miteinander-Spielen-statt-Dribbeln“ seine ersten Früchte
zeitigte.
MoM:
Florian Zellmann, der sehr mannschaftsdienlich spielte, praktisch
nicht dribbelte, viel Laufeinsatz zeigte und mit eingen sehr schönen
Pässen und seinem Assist zum 2:1 viele offensive Akzente setzen
konnte. Alexander Brabetz, der in der Verteidigung fehlerlos spielte
und seinen Gegenspieler Jordan, den Topscorer der 1. Klasse, schlecht
aussehen ließ. Hans-Georg Kinsky, der seine Chancen kaltschnäuzig
ausnützte, sich schnell bewegte, immer anspielbar war und durch sein
Tor zum 2:1 maßgeblich zum Sieg der LOK beigetragen hatte.