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FC Blues vs. FC Lokomotive Hörndlwald 11:0 (8:0)

Zehn Minuten lang spielte die LOK kaum wahrnehmbare Fragmente ihres Potentials aus, zumindest bis in die gegnerische Hälte. Danach spielte die LOK das Spiel, das leider immer wieder zu sehen ist. Kurz gesagt: Es war vor den Augen der WFV-Spieler Macherndl, Eder und Lang einfach nur zum Genieren.

Der vom Hinspiel bekannt dynamische FC Blues (Buxis verbale Zweikämpfe waren beim Hinspiel das Unterhaltsamste) empfing am Samstag Abend die Hörndlwalder LOK in Leopoldau. Unter der Leitung von Co-Trainer Ambrosi und Kapitän Brabetz spielte Past als Libero mit einer z.T. neuen Verteidigung: Kühberger als linker Deckel und Schülli wieder mal als zweiter Sechser. Und Zellmann kam im zentralen Mittelfeld zum Einsatz.

Anfangs tat dies dem Spiel gut: Ball- sprich Pass-sicher war man bemüht das Spiel hinten mal zu stabilisieren. Die Blues waren sich da auch nicht ganz sicher, was sie erwartet, und so liesen Past, Kühberger, Zellmann, Schülli und Korinek mit Brabetz den Ball schnell und zügig laufen. Doch nach 10 Minuten war es vorbei. Unser Center Stacke und Stoß-Stürmer Kinsky waren vorne allein auf weiter Flur. Denn im Mittelfeld lösten sich plötzlich die Formationen auf. Der junge Kühberger hatte es als Verteidiger links hinten nicht leicht, Zellmann vergrößerte seinen Aktionsradius von Bludenz bis nach Neusiedl (also von der eigenen Cornerfahne zur diagonal gegenüber stehenden) und lief sich so einen Wolf bzw. stand sich selbst als Anspielstation im Mittefeld nicht mehr zur Verfügung, und Moza war als rechter Flügel nach seiner Verletzung etwas zu früh im Einsatz. So näherte sich der FC Blues Spielzug für Spielzug dem LOK-Tor. Die Sechser und die Außenpracker der LOK waren - einmal mehr - überlastet.

Es folgten 8 Bummerl - resultierend aus einer Vielzahl an Fehlern und vor allem aufgrund eines Zweikampfverhaltens wie beim Synchronschwimmen. Die LOK spielte sich in einen Strudel bestehend aus Verzweiflung und Resignation, der zur Pause in lautstarke Auseinandersetzungen mündete. Ambrosi kriegte das wieder in den Griff, aber die Stimmung war am Tiefpunkt.

Nach der Halbzeit stellte man sich dem FC Blues erneut - diese Mal mit Chopsi im defensiven Mittelfeld und Schülli statt Moza rechts außen. Als wenig später Pötschi Kinsky ersetzte, verletzte sich Chopsi in einem Drei-Kampf schwer (Verdacht auf Kreuzbandriss), und die LOK musste mit 10 Mann weiterspielen.

Eines sei dazu schon zu sagen: Ehre den Bemühungen wenigstens ein einziges Mal einen Pass nach vorne anzubringen, was an dem Abend so gut wie nie gelang. In Ansätzen war auch Laufbereitschaft vorhanden; doch, doch, durchaus! Doch wohin, meine Herren, wohin?

Also, wer es in einem Meisterschaftsspiel nicht zuwege bringt ordentlichen Zug auf das gegnerische Tor zu bringen - kann passieren (die Freundin hat die Regel, Kate heiratet William - es gibt viele Gründe) - aber dann sollte man wenigstes mit einem adäquaten Zweikampfverhalten verhindern, das der Gegner zweistellig gewinnt. Doch zu sehen war davon nur bei max. 2-3 Spielern an diesem Abend (u.a. beim jungen Kühberger). Mindt. doppelt so viele Herren hatten jedoch an ihren Mitspielern etwas auszusetzen statt ruhig und konstruktiv auf den Mitspieler einzuwirken. Eine interessante Verteilung von mentaler Energie.

Alles in allem war also auch die zweite Hälfte nicht viel besser als die erste, obwohl die Heimmannschaft zurückschraubte und scheinbar den an diesem Abend durchaus möglichen Rekord-Score von 20:0 nicht anstrebte (wär drin gewesen). Zugegeben, der FC Blues spielte an diesem Abend auf hohem Niveau - aber die LOK hat sich 80 Minuten lang nicht gewehrt. Fehlpässe kommen vor, manchmal sogar in einem unzumutbaren Ausmass. Dass Spieler lieber mit dem Mitspieler hadern (statt ihre Positionen zu halten), auch das muss man scheinbar zur Kenntnis nehmen (Warum eigentlich?). Aber sich so dermassen abschlachten zu lassen, das war und ist unwürdig.

Fazit:

Der Autor dieser Zeilen empfiehlt den DSG-Spielern sich mal ein Meisterschaftsspiel der WFV-Mannschaft anzusehen. Die gewinnen ihre Spiele (bis auf letztes Wochenende) nicht nur, weil sie so gute Kicker sind: Dort gehen LOK-Spieler, anders als im gemeinsamen Training, ordentlich in die Zweikämpfe - hart, manchmal auch unfair, konsequent - und immer ohne den Gegnerspieler dabei umzubringen. Zum Beispiel ein Macherndl, ein Roth, ein Jakob Lang, der Littmann und alle anderen im WFV. Das, werte Herrn in der DSG, ist würdig und recht!

Noch ein Hinweis: Unmittelbar zuvor spielten aus der 2. Klasse Benkobande vs. Ober St. Veit auf dem Platz. Die waren beide um 5 Klassen schlechter als der FC Blues. Es besteht also Hoffnung auf die Punkteprämie (eine Flasche Wodka von Herrn Brabetz ;) - vorausgesetzt das DSG-Team der LOK spielt nie wieder so wie an diesem verdammten 30.4.2011.




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