2 Spiele, 2 Siege, 6:1 Tore! Souveräner Start der Lok, die heute hart um den zweiten Dreier kämpfen musste. Trainer Fisch hatte heute eine exzellente erste Elf und Bank zur Verfügung und ließ in der Standardformation der DSG auflaufen, dem 3-6-1. Der 11er des Gegners war uns als torgefährliche Spitze bekannt und sollte es mit Alex Korinek zu tun bekommen, der heute weniger den Spielantreiber als den Wadenbeißer gab. Mit Bravour! Die Lok stand hervorragend, unserem Gegner fielen genau zwei Taktiken ein: Lang von der Seite oder der Mitte nach vorne, also gar nichts… Korinek fand viel Gefallen daran im Duett mit Libero Past die langen Bälle runter zu nehmen und über die linke Seite von Breurle und Brabetz ging viel nach vorne. Fisch wurde einige Male mit Flanken von Brabetz bedient, stand vorne aber alleine auf weiter Flur und umringt von einer vierer Linie. Der Torwart hinterließ einen unsicheren Eindruck, ließ die Bälle öfters fallen, aber die Lok –so sicher sie auch hinten stand – hatte ungewohnte Schwierigkeiten mit dem Aufrücken. Die Torgeilheit fehlte beiden Mannschaften und das Mittelfeld der Lok um Christ, Ambrosi und Stacke in der Zentrale spielte zwar souverän und recht gefällig nach vorne, aber ohne echte Dynamik. Logische Konsequenz: 0:0 zur Halbzeit. Doch im Unterschied zum letzten Jahr kam nun echte Verstärkung von der Bank mit Geusau, Modza und Eidenberger. Geusau spielte seine Dynamik nach vorne aus, während Brabetz(drittes Match innerhalb von 6 Tagen)wie in der ersten Halbzeit den Flügel rauf und runter lief.
Letzte Woche brachte uns der Schlussmann des Gegners lange zum Verzweifeln, doch dafür können wir uns heute beim Tormann bedanken, dass das erste wichtige Tor für die Lok fiel. Nach einer Flanke von Brabetz stört Fisch den Schlussmann, der den Ball wie schon öfters vorher nicht richtig fassen kann und ihn fallen lässt. Stacke steht goldrichtig und schiebt selbst etwas verdutzt den Ball ins Tor hinein. Pure Erleichterung bei der Lok! Was folgt ist 30 Minuten intensives auf und ab und die Lok schafft es seine frischen Kräfte auszuspielen. Modza viel über rechts, Brabetz über links und Geusau aus der Tiefe treiben die Lok nach vorne. Nach einer schönen Einzelaktion am Flügel von Geusau muss der Schlussmann des Gegners zum zweiten Mal hinter sich greifen. Geusau zieht zur Mitte, alle erwarten den Pass in die Mitte auf Goalgetter Fisch, aber er zieht selber ins kurze Eck am erstaunten Goalie vorbei. Klasse Tor! Damit trafen genau die beiden angeschlagenen Stacke und Geusau gegen einen Gegner, der müde, satt und mutlos agierte in der zweiten Halbzeit. Die Lok versuchte weiter Fussball zu spielen, kam noch zu einigen Torgelegenheiten, vor allem aus der zweiten Reihe, aber das Glück war der Lok zu einem weiteren Kantersieg wie letzte Woche nicht hold. Nun gab es Riesenlöcher in der Mitte, die Lok war heiß aufs nächste Ding und eine Mischung aus Müdigkeit bei den einen und zu viel Offensivdrang bei den Wechselspielern machte es möglich, dass der Gegner noch nicht vollends in die Knie gezwungen war. Obwohl niemand mehr ernsthaft an ihn glaubte, als letztes wahrscheinlich er selber, konnte der 11er doch noch seine Bude machen, im Stile eines Inzaghi spitzelte er den Ball am wie letzte Woche starken Berger ins Tor vorbei. Nur noch 2:1! Doch das zeichnet die Lok diese Saison bisher aus: sie blieb cool. Auch wenn der Faden ein wenig gerissen war, die Lok zeigte, dass sie in der Lage ist auswärts auf einem engen Platz ein Spiel zu gewinnen und am späten Montagabend noch den Siegeswillen aufzubringen den Sieg nach Hause zu schaukeln.
Besondere Vorkommnisse:
Fisch versprach vor dem Match eine freie Bierrunde. Past letzte Woche. Neues Siegerritual bei der Lok?