FC
Lokomotive Hörndlwald-Blue Stars Wördern 0:2 (0:0)
Aufstellung:
Berger – Pötsch, Beurle, Elmani – Brabetz, Korinek – Ambrosi,
Stacke, Christ (56. Schüller), Zellmann (75. Fessl) – Fischer
Verwarnungen:
Elamni (70., gelb)
Im ersten Heimspiel der
Rückrunde traf die Lok auf die Blue Stars Wördern, einen praktisch
direkten Tabellennachbar. Die Lokler traten wieder mit 13 Mann an, um
eine Trendumkehr anzustreben. Auf der Liberoposition Michael Pötsch,
links und rechts von ihm die Deckel Hermann Beurle und Isa Elmani,
vor ihnen als Vorstopper das bewährte Duo Alexander Brabetz und
Alexander Korinek, rechts im Mittelfeld Jan Ambrosi, links Florian
Zellmann, zentral Benedict Stacke und im Sturm Matthias Fischer.
Gut von Trainer Fischer
auf- und eingestellt lief die Mannschaft ein. Motiviert, dieses Mal
zeigen zu können, was in der Mannschaft steckt, zeigten alle Spieler
von Anfang eine tadellose Einstellung. Es wurde gekämpft, gelaufen
und gerackert. Demenstprechend kam die Gastmannschaft nicht wirklich
ins Spiel. Die Lok machte die Räume sehr eng und konnte auch
offensiv einige Zeichen setzen, so dass sie in den ersten 20 Minuten
klar die stärkere Mannschaft gewesen ist. Danach erfingen sich die
Blue Stars Wördern zunehmend und konnten mehr zum Spiel beitragen.
Die Kräfteverhältnisse waren nun sehr ausgeglichen. Beide
Mannschaften suchten den Weg zum Tor, aber die beiden gut und dicht
stehenden Abwehrreihen ließen keine Torchancen zu. Folglich stand es
zur Pause verdientermaßen 0:0.
Trainer Fischer wollte
die erfolgreiche auftretende Mannschaft nicht durcheinander bringen
und sah daher einstweilen von Umstellungen ab. Die erste Phase der
zweiten Hälfte glich dem Großteil der ersten Hälfte. Zwei gleich
starke Gegner, die sich gegenseitig matt setzten. Wenig gefährliche
Torchancen auf beiden Seiten, wobei die Gäste noch eher das eine
oder andere Mal Schüsse auf das Tor von Gerhard Berger abgaben. Die
Lokler verzeichneten einen Torschuss, der jedoch knapp über die
Querlatte ging. Im zunehmendem Verlauf des Spiels konnte die Lok in
offensiver Hinsicht nur noch wenig zum Spiel beitragen. Es häuften
sich zu viele weite Abschläge nach vorne, die keine Abnehmer fanden.
Die Wechsel (Michael Schüller für Richard Christ und Roland Fessl
für Florian Zellmann) konnten daran auch nichts ändern. Die
Defensive stand weiterhin sehr gut und blockte alle Angriffsversuche
der Blue Stars Wördern erfolgreich und souverän ab. In den letzten
Minuten, als alles auf ein gerechtes Remis hindeutete, erfolgte
jedoch die Überraschung. Der rechtzeitig kompromisslos
herausstürmende Gerhard Berger wehrte in der 89. Minute im Zweikampf
mit einem Stürmer den Ball weit nach links ab und ein zufällig und
glücklicherweise genau richtig stehender weiterer Stürmer konnte
praktisch aus dem Stand das 1:0 erzielen. Die Lokler waren verärgert
und enttäuscht. So kurz vor dem Schlusspfiff den Führungstreffer
der Gäste hinnehmen zu müssen, widersprach dem Verlauf des Spiels,
in dem alle alles gegeben hatten. Nach der Auflage warf die Lok alles
nach vorne, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Dies ermöglichte
den Blue Stars Wördern in der 90. Minute eine Konterchance, die
diese zum 2:0 ausnutzten. Die Zeit, um an diesem Ergebnis noch etwas
zu verändern, war nicht mehr vorhanden, so dass die Gäste den
Heimweg mit einem 2:0 Sieg im Gepäck antraten.
Fazit:
Eine vorbildhafte
Einstellung der Lok, die gezeigt hat, dass sie trotz zahlreicher
Niederlagen nicht den Kopf hängen lässt und sich nicht aufgibt. Das
spricht für den starken Charakter dieser Mannschaft. Trotz des
äußerst unglücklichen Ergebnisses beziehungsweise der großen
Enttäuschung, so knapp vor dem Schlusspfiff, 2 Gegentore erhalten zu
haben, kam es zu keinen Schuldzuweisungen. Im Gegenteil: die Spieler
richteten sich nach dem Spiel gegenseitig wieder auf und wollen
beweisen, dass sie besser sind, als es der Tabellenplatz vermuten
lassen könnte.
MoM:
Hermann Beurle. Er
kämpfte und lief unaufhörlich, warf sich förmlich in die
Zweikämpfe und konnte auch offensiv viel zum Spiel beitragen.