Unser Libero, Pastl, kündigte vor dem Spiel an, wenn nach dem Spiel hinten die Null steht, zahlt er eine Runde. Offensichtlich war er sich nicht bewusst, wie motivierend so eine Ansage für eine dem guten Gerstensaft nicht abgeneigte Truppe sein kann!
Trainer Fisch schickte eine ähnliche Aufstellung wie gegen die AK aufs Feld: Berger im Tor, Abwehr wieder mit Past, Fessl und Beuerle, defensives Mittelfeld mit Ambrosi und Korinek, an den Flügeln Brabetz (links) und Klasz (rechts), in der Zentrale Christ und Stacke sowie Fisch himself an vorderster Front.
Die Stimmung war nach der durchaus guten Leistung gegen die AK gut und positiv und angesichts des als schlagbar titulierten Gegners begann die LOK ruhig und besonnen das Spiel von hinten aufzuziehen. So gut wie kein Ball wurde sinnlos nach vorne gedroschen, sondern man versuchte wirklich mit schnell gespielten kurzen Pässen in die Spitze zu kommen. Viel wurde in der Mitte kombiniert, wo die LOK mit Christ und Stacke stark bestzt war, aber auch die defensiven Ambrosi und Korinek schalteten sich abwechselnd in stürmische Aktionen ein. Weiters wurde in der ersten Halbzeit auch der linke Flügel stark beackert. Das Spiel plätscherte so eine Zeit lang dahin, die LOK war souverän und hatte die volle Kontrolle über den Gegner und das gesamte Spielfeld. Die Torchancen, die sich die LOK erspielte waren in der ersten Halbzeit hauptsächlich „Fernschüsse“ von 16-22m, die allesamt entweder knapp vorbei oder bravourös vom gegnerischen Tormann (der sicher mit Abstand ihr bester Akteur war) aus den Ecken geholt. Auch Fischer und Stacke kamen zu gut herausgespielten Chancen vor dem Tor, doch der wie gesagt starke Goalie von Elektrotechnik war immer auf dem Posten.
Gegen Ende der voll kontrollierten ersten Halbzeit kam die spielentscheidende Szene: Die LOK-Hintermannschaft verschätzte sich bei einem Pass in die Tiefe und brachte durch ziemlich fragwürdiges Verhalten den Ball nicht aus der Gefahrenzone und so musste unser auch sehr starke und sichere Tormann Berger diese gefährliche Szene in letzter Not klären. Hier sei Gerhard besonderer Dank ausgesprochen, weil wenn wir hier aus der einzigen ernst zu nehmenden Torchance der Gäste das 0:1 bekommen hätten, hätte das Spiel ganz anders verlaufen können. So aber blieb es zur Pause beim 0:0.
Die Stimmung war angesichts der offensichtlichen Überlegenheit sehr positiv und alle waren sich einig, dass wir an diesem Tag diesen Gegner schlagen müssen und werden! Es war nur eine Frage der Zeit und der Abgebrühtheit vor dem Tor, bis es einmal klingelte.
Nach der Pause kam Sigmaier für Fessl als rechter Deckel und so wurde nur an dieser einen Position getauscht. Die LOK spielte konzentriert weiter und versuchte den Gegner mehr und mehr unter Druck zu setzen. Dies gelang auch immer besser und nach einem Pass in die Tiefe ging Fischer entscheidend nach und spitzelte in der 51. Minute den Ball am Tormann vorbei ins Tor. Endlich war der Bann gebrochen! Die Freude war riesig und alle forderten weiterhin Konzentration. So geschah es auch und die LOK spielte konzentriert weiter, jeder war verlässlich auf seiner Position und alle erfüllten ihre Aufgaben. In dieser Phase wurde sehr viel über die linke Seite gespielt, wo Beuerle immer wieder ruhig und präzise die Bälle aus der Abwehr zu Brabetz, Christ, Korinek oder Ambrosi verteilte, die wiederum die Leute in der Spitze mit Bällen fütterten. So gelang dann auch wenig später das 2:0. Nach einem hohen Pass auf die linke 16er-Seite rettete Fischer den Ball vor dem Out und überhob mit einem Notpass in die Mitte die halbe Abwehr samt Tormann. Brabetz sprintete Richtung Ball und verwertete selbigen souverän zum 2:0 (56. Min.). Da war die Freude noch größer und die ersten konkreten Siegesgedanken setzten sich in den Köpfen der LOK fest. Jedoch galt es nun keinen Schlendrian aufkommen zu lassen sondern weiter sicher zu stehen und auf weitere Fehler des Gegners oder herausgespielte Chancen zu warten.
In der 63. Minute kam dann Rössler für Christ ins Spiel und brachte noch weiteren frischen Wind ins Angriffsspiel der LOK. Die LOK war weiter sehr konzentriert und brachte den Gegner weiter und weiter in Bedrängnis und erspielte sich weitere Vorteile die sich auch in der einen oder anderen Chance widerspiegelten.
In der 77. Minute war ein Abwehrspieler des Gegners etwas indisponiert und machte einen katastrophalen Fehlpass, den Stacke eiskalt ausnützte indem er entscheidend nachging, den Ball abfing und sicher ins lange Eck am Tormann vorbei zum 3:0 einnetzte.
Zu diesem Zeitpunkt kann man sagen, dass die Partie so ziemlich entschieden war. Jedoch hatte man immer das Gefühl, dass alle unbedingt ganz sicher und konzentriert die Partie zu Ende spielen wollten und alle wollten noch mehr. Um Ambrosi, der Kampfzwerg-Gattuso-gleich im defensiven Mittelfeld jegliche Angriffsambitionen des Gegners im Keim erstickte, zu zitieren: „Heute hat’s so dermaßen viel Spaß gemacht zu spielen!“
Alle hatten Spaß an der Sache und so kam es nicht von ungefähr, dass auch Klasz endlich nach mittlerweile 2 Jahren bei der LOK sein erstes Pflichtspieltor erzielen durfte. Der Ball wurde aus der Mitte an den Flügel zu Klasz gespielt, der mit dem in den rechten Raum sprintenden Rössler einen schnellen Doppelpass zelebrierte. Rössler zog die Abwehrspieler in seine Laufrichtung und so konnte Klasz noch einen letzten Abwehrspieler durch einen geschickten Haken aussteigen lassen und Rooney-mäßig souverän ins lange Eck einnetzen (4:0; 81. Min.). Die etwas zu dick aufgetragene, durchaus realitätsnahe, aber doch übertriebene Ausdrucksweise sei dem Autor vergönnt, den die Freude ist groß!
Danach ging es eigentlich hauptsächlich darum, den Pastschen Gerstensaft sicher in den Kehlen zu parken und so spielte die LOK immer noch konzentriert und sicher die Partie zu Ende, ohne die eine oder andere Chance zu nutzen, die sich noch bot.
Fazit: Ein gelungener und auch in der Höhe verdienter Auftakt nach Maß für unsere Mannschaft, der Vorfreude auf die kommenden Spiele aufkommen lässt. Die Leistung war stark, aber noch lange nicht perfekt. Angesichts der Schwäche des Gegners darf man jetzt nicht abheben, sondern man sollte es als Beginn einer hoffentlich erfolgreichen Herbstsaison sehen und als Fundament, auf dem man aufbauen kann. Super Spiel! Weiter so, Jungs!!
MoM: Man muss wirklich sagen, dass die ganze Mannschaft sich herausragend präsentierte und dass wirklich jeder positiv auffiel und jeder ein gutes bis sehr gutes Spiel machte! Ich möchte aber trotzdem ein paar Spieler hervorheben:
1. Hermann Beuerle (linker Deckel): Gefühlt oder sogar statistisch erwiesen 100% gewonnene Zweikämpfe samt sehr ruhiger und sicherer Spielweise nach vorne!
2. Jan „Gennaro“ Ambrosi: Wie schon im Text erwähnt, erstickte er fast jede Aktion des Gegners schon im Mittelfeld, war sehr aktiv, fast immer anspielbar und erfüllte gemeinsam mit Alex Korinek die Aufgaben des defensiven Mittelfelds an diesem Tag...Ja....sensationell!
3. Matthias Fischer: weil er das vorentscheidende 1:0 mit letztem Einsatz erzielte und die LOK auf die Siegerstraße brachte – und den Assist zu 2:0 gleich mitservierte.
Aber eben auch ausnahmslos alle anderen seien an dieser Stelle herzlichst zu dieser starken Leistung beglückwünscht und im Namen aller sag ich: Wenn wir so und vielleicht noch besser weiterspielen können wir gegen jeden Gegner mithalten und dann kann es nur ein besserer Herbst werden als letztes Jahr. Aber das letzte Jahr verhüllen wir mit diesem Tag unter dem Mantel des Schweigens!
Auf geht’s LOK!
* Kader: Berger, Ambrosi, Past, Korinek, Brabetz, Christ, Fessl, Stacke (K), Beurle, Klasz, Fischer
Wechselspieler: Rössler, Sigmaier, Eidenberger, Max
Tore: Fischer, Brabetz, Stacke, Klasz
Assists: Korinek, Fischer, Gegner (?), Rössler